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Eidgenössische 'Konsumentenschutz-Initiative'

Status
Erledigt
Ergebnis
↩️ Zurückgezogen
Unterschriftensammlung
1984-01-24 – 1985-07-24
Gültige Unterschriften
155,610
Empfehlung des Parlaments
❌ Ablehnung der Initiative
Form
Eidg. Volksinitiative (Ausgearbeiteter Entwurf)
Verfassungsartikel
Art. 31octies und UeBest. BV

Initiativtext

Die Volksinitiative lautet:

Die Bundesverfassung wird wie folgt ergänzt:

Art. 31octies (neu)

1Alle Handlungen und Vereinbarungen von Firmen, Verbänden oder Einzelpersonen, die darauf gerichtet sind, mittels gemeinsamen Vorgehens den wirtschaftlichen Wettbewerb im Bereich des Handels mit Lebensmitteln und anderen Konsumgütern durch Mindestpreisbestimmungen, Liefersperren oder andere diskriminierende Lieferbedingungen einzuschränken oder die Konsumenten zu übervorteilen, sowie alle behördlichen Mindestpreisbestimmungen in diesem Bereich sind unzulässig.

2Die Folgen der Zuwiderhandlung durch Firmen, Verbände oder Einzelpersonen gegen Absatz 1 bestimmt die Bundesgesetzgebung. Sie kann neben dem zivilrechtlichen auch strafrechtlichen Rechtsschutz vorsehen.

  1. 3a. Behördliche Vorschriften, mit Einschluss der Gesetze, können dem Bundesgericht jederzeit zur Prüfung auf ihre Übereinstimmung mit Artikel 31octies unterbreitet werden.
  2. Klageberechtigt ist, wer in seinen schutzwürdigen Interessen verletzt werden könnte. Die Klage ist schriftlich und begründet beim Bundesgericht einzureichen. Für das Verfahren gelten im übrigen sinngemäss die Bestimmungen über die Staatsrechtspflege durch das Bundesgericht.
  3. Das Bundesgericht hebt die angefochtenen Vorschriften, die mit Artikel 31octies nicht übereinstimmen, auf. Der Beschluss ist zu veröffentlichen.

Übergangsbestimmungen

1Die dem Artikel 31octies Absatz 1 widersprechenden Handlungen und Vereinbarungen, die vor dem Inkrafttreten dieser Bestimmung entstanden sind, haben nach deren Inkrafttreten keine Rechtswirkung mehr.

2Bis zum Erlass eines Ausführungsgesetzes zu Artikel 31octies Absatz 2 finden die zivilrechtlichen Sanktionen der Bundesgesetzgebung über den unlauteren Wettbewerb sinngemäss Anwendung.

Chronologie

Unterschriften nach Kanton

Geodaten © swisstopo

KantonEingereichtGültig Ungültig Anteil an der Bevölkerung (%)
Zürich 29,826 28,549 1,277 2.53
Bern 27,013 24,966 2,047 2.71
Luzern 6,596 6,486 110 2.15
Uri 338 296 42 0.88
Schwyz 3,208 3,104 104 3.08
Obwalden 529 515 14 1.9
Nidwalden 150 147 3 0.49
Glarus 1,119 1,009 110 2.77
Zug 1,838 1,794 44 2.27
Freiburg 4,507 4,206 301 2.21
Solothurn 6,977 6,609 368 3.03
Basel-Stadt 8,368 8,095 273 4.1
Basel-Landschaft 6,744 6,494 250 2.91
Schaffhausen 2,340 2,293 47 3.29
Appenzell Ausserrhoden 2,002 1,975 27 4.05
Appenzell Innerrhoden 63 62 1 0.48
St. Gallen 13,349 12,751 598 3.2
Graubünden 2,850 2,784 66 1.69
Aargau 11,931 11,553 378 2.49
Thurgau 3,415 3,299 116 1.74
Tessin 9,034 8,014 1,020 2.93
Waadt 7,505 7,299 206 1.35
Wallis 6,016 5,665 351 2.49
Neuenburg 2,169 2,130 39 1.38
Genf 2,574 2,399 175 0.67
Jura 3,437 3,116 321 4.84
Schweiz 163,898 155,610 8,288 2.41

Bevölkerungsschätzungen: Bundesamt für Statistik / HSSO

Eidgenössische Daten von der Bundeskanzlei über LINDAS

Kantonsbevölkerung vom Bundesamt für Statistik und der Historischen Statistik der Schweiz (HSSO)

Kantonale Register