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Eidgenössische Volksinitiative 'Ja zur Hausarztmedizin'

Status
Erledigt
Ergebnis
↩️ Zurückgezogen
Unterschriftensammlung
2009-09-29 – 2011-03-29
Gültige Unterschriften
200,210
Empfehlung des Parlaments
❌ Ablehnung der Initiative, direkter Gegenentwurf
Empfehlung des Bundesrats
❌ Ablehnung der Initiative, direkter Gegenentwurf
Form
Eidg. Volksinitiative (Ausgearbeiteter Entwurf)
Verfassungsartikel
BV Art. 118b (neu)

Anmerkung: Romanische Übersetzung des Initiativtextes gemäss Art. 23 Abs. 4 VPR im deutschsprachigen Bundesblatt vom 29. September 2009 veröffentlicht: BBl 2009 6551. Berichtigung betreffend die Botschaft zur Volksinitiative «Ja zur Hausarztmedizin» vom 25. Oktober 2011: BBl 2011 7963.

Initiativtext

Die Bundesverfassung wird wie folgt geändert:

Art. 118b (neu) Hausarztmedizin

1Bund und Kantone sorgen im Rahmen ihrer Zuständigkeiten für eine ausreichende, allen zugängliche, fachlich umfassende und qualitativ hochstehende medizinische Versorgung der Bevölkerung durch Fachärztinnen und Fachärzte der Hausarztmedizin.

2Sie erhalten und fördern die Hausarztmedizin als wesentlichen Bestandteil der Grundversorgung und als in der Regel erste Anlaufstelle für die Behandlung von Krankheiten und Unfällen sowie für Fragen der Gesundheitserziehung und der Gesundheitsvorsorge.

3Sie streben eine ausgewogene regionale Verteilung an, schaffen günstige Voraus¬setzungen für die Ausübung der Hausarztmedizin und fördern die Zusammenarbeit mit den übrigen Leistungserbringern und Institutionen des Gesundheits- und Sozialwesens.

4Der Bund erlässt Vorschriften über:

a.
die universitäre Ausbildung, die berufliche Weiterbildung zur Fachärztin oder zum Facharzt sowie die klinische Forschung auf dem Gebiet der Hausarztmedizin;
b.
den gesicherten Zugang zum Beruf und die Erleichterung der Berufsausübung;
c.
die Erweiterung und die angemessene Abgeltung der diagnostischen, therapeutischen und präventiven Leistungen der Hausarztmedizin;
d.
die Anerkennung und die Aufwertung der besonderen beratenden und koordinierenden Tätigkeiten für Patientinnen und Patienten;
e.
administrative Vereinfachungen und zeitgemässe Formen der Berufsausübung.

5Der Bund trägt in seiner Gesundheitspolitik den Anstrengungen der Kantone und Gemeinden sowie der Wirtschaft auf dem Gebiet der Hausarztmedizin Rechnung. Er unterstützt sie in ihren Bestrebungen für einen wirtschaftlichen Einsatz der Mittel und die Sicherung der Qualität der Leistungen.

Chronologie

Unterschriften nach Kanton

Geodaten © swisstopo

KantonEingereichtGültig Ungültig Anteil an der Bevölkerung (%)
Zürich 27,760 27,486 274 2.01
Bern 37,839 37,645 194 3.85
Luzern 16,882 16,759 123 4.45
Uri 645 642 3 1.82
Schwyz 3,222 3,187 35 2.18
Obwalden 1,105 1,099 6 3.1
Nidwalden 1,170 1,156 14 2.82
Glarus 1,325 1,308 17 3.39
Zug 4,961 4,906 55 4.37
Freiburg 5,358 5,309 49 1.91
Solothurn 9,165 9,053 112 3.55
Basel-Stadt 5,178 5,102 76 2.69
Basel-Landschaft 8,211 8,137 74 2.97
Schaffhausen 3,600 3,592 8 4.7
Appenzell Ausserrhoden 2,790 2,760 30 5.21
Appenzell Innerrhoden 383 372 11 2.38
St. Gallen 12,627 12,559 68 2.63
Graubünden 5,131 5,097 34 2.65
Aargau 13,213 13,143 70 2.16
Thurgau 8,458 8,314 144 3.36
Tessin 5,137 5,112 25 1.5
Waadt 11,088 11,039 49 1.55
Wallis 6,584 6,511 73 2.09
Neuenburg 5,560 5,540 20 3.22
Genf 2,800 2,788 12 0.61
Jura 1,599 1,594 5 2.27
Schweiz 201,791 200,210 1,581 2.55

Bevölkerungsschätzungen: Bundesamt für Statistik / HSSO

Eidgenössische Daten von der Bundeskanzlei über LINDAS

Kantonsbevölkerung vom Bundesamt für Statistik und der Historischen Statistik der Schweiz (HSSO)

Kantonale Register