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Eidgenössische Volksinitiative 'Volkswahl des Bundesrates'

Status
Erledigt
Ergebnis
❌ In der Abstimmung abgelehnt
Unterschriftensammlung
2010-01-26 – 2011-07-26
Abstimmungsdatum
2013-06-09
Gültige Unterschriften
108,826
Empfehlung des Parlaments
❌ Ablehnung der Initiative
Empfehlung des Bundesrats
❌ Ablehnung der Initiative
Form
Eidg. Volksinitiative (Ausgearbeiteter Entwurf)
Verfassungsartikel
Art. 136 Abs.2; Art. 168 Abs. 1; Art. 175 Abs. 2 bis 7.

Initiativtext

Die Bundesverfassung wird wie folgt geändert:

Art. 136 Abs. 2

2 Sie können an den Bundesratswahlen, den Nationalratswahlen und den Abstimmungen des Bundes teilnehmen sowie Volksinitiativen und Referenden in Bundesangelegenheiten ergreifen und unterzeichnen.

Art. 168 Abs. 1

1 Die Bundesversammlung wählt die Bundeskanzlerin oder den Bundeskanzler, die Richterinnen und Richter des Bundesgerichts sowie den General.

Art. 175 Abs. 2 ˗7

2 Die Mitglieder des Bundesrates werden vom Volk in direkter Wahl nach dem Grundsatz des Majorzes gewählt. Sie werden aus allen Schweizerbürgerinnen und Schweizerbürgern gewählt, die als Mitglieder des Nationalrates wählbar sind.

3 Die Gesamterneuerung des Bundesrates findet alle vier Jahre gleichzeitig mit der Wahl des Nationalrates statt. Bei einer Vakanz findet eine Ersatzwahl statt.

4 Die gesamte Schweiz bildet einen Wahlkreis. Gewählt ist im ersten Wahlgang, wer das absolute Mehr der gültigen Stimmen erreicht. Dieses berechnet sich wie folgt: Die Gesamtzahl der gültigen Kandidatenstimmen wird durch die Zahl der zu wählenden Mitglieder des Bundesrates geteilt und das Ergebnis halbiert; die nächsthöhere ganze Zahl ist das absolute Mehr. Haben nicht genügend Kandidierende im ersten Wahlgang das absolute Mehr erreicht, so findet ein zweiter Wahlgang statt. Im zweiten Wahlgang entscheidet das einfache Mehr. Bei Stimmengleichheit wird das Los gezogen.

5 Mindestens zwei Mitglieder des Bundesrates müssen aus den Wahlberechtigten bestimmt werden, die in den Kantonen Tessin, Waadt, Neuenburg, Genf oder Jura, den französischsprachigen Gebieten der Kantone Bern, Freiburg oder Wallis oder den italienischsprachigen Gebieten des Kantons Graubünden wohnhaft sind.

6 Ist nach einer Bundesratswahl die Anforderung nach Absatz 5 nicht erfüllt, so sind diejenigen in den in Absatz 5 bezeichneten Kantonen und Gebieten wohnhaften Kandidierenden gewählt, die das höchste geometrische Mittel aus den Stimmenzahlen der gesamten Schweiz einerseits und den Stimmenzahlen der genannten Kantone und Gebiete andererseits erreicht haben. Als überzählig scheiden jene Gewählten aus, welche ausserhalb der genannten Kantone und Gebiete wohnhaft sind und die tiefsten Stimmenzahlen erreicht haben.

7 Das Gesetz regelt die Einzelheiten.

Art. 176 Abs. 2

2 Die Bundespräsidentin oder der Bundespräsident und die Vizepräsidentin oder der Vizepräsident des Bundesrates werden vom Bundesrat aus dem Kreis seiner Mitglieder auf die Dauer eines Jahres gewählt.

Chronologie

Unterschriften nach Kanton

Geodaten © swisstopo

KantonEingereichtGültig Ungültig Anteil an der Bevölkerung (%)
Zürich 28,851 28,730 121 2.06
Bern 18,529 18,378 151 1.87
Luzern 8,049 8,043 6 2.11
Uri 1,799 1,785 14 5.04
Schwyz 4,816 4,812 4 3.25
Obwalden 857 857 0 2.39
Nidwalden 1,223 1,223 0 2.96
Glarus 800 792 8 2.02
Zug 1,990 1,990 0 1.73
Freiburg 1,181 1,165 16 0.41
Solothurn 4,386 4,331 55 1.69
Basel-Stadt 1,539 1,534 5 0.82
Basel-Landschaft 3,450 3,427 23 1.24
Schaffhausen 1,020 1,001 19 1.3
Appenzell Ausserrhoden 720 713 7 1.34
Appenzell Innerrhoden 221 217 4 1.38
St. Gallen 5,699 5,682 17 1.18
Graubünden 2,470 2,398 72 1.24
Aargau 11,525 11,482 43 1.86
Thurgau 2,387 2,352 35 0.93
Tessin 2,332 2,271 61 0.67
Waadt 2,242 2,204 38 0.3
Wallis 1,309 1,300 9 0.41
Neuenburg 484 479 5 0.28
Genf 1,501 1,446 55 0.31
Jura 218 214 4 0.3
Schweiz 109,598 108,826 772 1.37

Bevölkerungsschätzungen: Bundesamt für Statistik / HSSO

Volksabstimmung vom 9. Juni 2013: Die Vorlage wurde abgelehnt (Ja 23.66% / Nein 76.34%)

Ergebnisse nach Kanton

Geodaten © swisstopo

KantonJa-Anteil (%) Ja-StimmenNein-Stimmen Stimmbeteiligung (%)
Zürich 25.27 91,556 270,776 41.06
Bern 20.76 54,519 208,103 36.64
Luzern 21.35 25,338 93,335 45.33
Uri 24.14 1,928 6,059 30.76
Schwyz 30.43 13,311 30,428 44.0
Obwalden 25.31 2,752 8,121 43.41
Nidwalden 26.27 3,404 9,553 43.09
Glarus 26.59 1,929 5,325 28.09
Zug 22.74 7,432 25,256 45.05
Freiburg 19.73 13,888 56,499 37.41
Solothurn 22.45 15,751 54,411 40.23
Basel-Stadt 20.84 10,670 40,536 45.23
Basel-Landschaft 21.89 15,091 53,853 37.41
Schaffhausen 29.13 8,206 19,964 58.4
Appenzell Ausserrhoden 24.52 3,730 11,479 40.3
Appenzell Innerrhoden 27.02 931 2,515 31.12
St. Gallen 25.84 29,260 83,967 36.22
Graubünden 20.9 10,076 38,143 35.97
Aargau 26.27 39,183 109,963 36.93
Thurgau 25.98 14,118 40,217 33.85
Tessin 32.0 25,273 53,694 37.17
Waadt 20.46 33,304 129,434 39.5
Wallis 21.46 19,475 71,261 43.85
Neuenburg 19.19 7,938 33,426 37.75
Genf 26.04 28,288 80,363 45.4
Jura 17.99 2,940 13,399 32.18
Schweiz 23.66 480,291 1,550,080 39.52

Eidgenössische Daten von der Bundeskanzlei über LINDAS

Kantonsbevölkerung vom Bundesamt für Statistik und der Historischen Statistik der Schweiz (HSSO)

Kantonale Register