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Eidgenössische Volksinitiative 'für einen wirksamen Mieterschutz'

Status
Erledigt
Ergebnis
❌ In der Abstimmung abgelehnt
Unterschriftensammlung
1972-09-03
Abstimmungsdatum
1977-09-25
Gültige Unterschriften
142,190
Empfehlung des Parlaments
❌ Ablehnung der Initiative, direkter Gegenentwurf
Empfehlung des Bundesrats
❌ Ablehnung der Initiative, direkter Gegenentwurf
Form
Eidg. Volksinitiative (Ausgearbeiteter Entwurf)
Verfassungsartikel
Aufnahme eines Art. 31sexies BV

Anmerkung: Botschaft Bundesrat: Siehe auch Bericht vom 16.04.1975, BBl 1975 I 1586. Volksabstimmung: Stimmen ohne Antwort: Initiative =45'811/Gegenentwurf =164'024. Der Gegenentwurf wurde ebenfalls verworfen.

Initiativtext

Die Volksinitiative lautet:

Die Bundesverfassung wird wie folgt geändert:

Art. 31sexies (neu)

1Der Bund erlässt Bestimmungen über die Mietzinse für Immobilien und über den Schutz der Mieter gegen ungerechtfertigte Kündigungen und missbräuchliche Forderungen.

2Die Mieten für Immobilien dürfen ohne Bewilligung nicht erhöht werden, auch nicht bei Wechsel von Vermieter oder Mieter. Die Bewilligung darf nur erteilt werden, wenn aufgrund von Abrechnungen nachgewiesen wird, dass der Mietertrag für eine angemessene Verzinsung des Eigenkapitals und für die Deckung der wirklichen Kosten nicht genügt. Bei Handänderungen wird der Kaufpreis nur soweit berücksichtigt, als er den mittleren Ertragswert vergleichbarer Objekte nicht übersteigt.

3Die Mieten der erstmals vermieteten Objekte unterliegen der Bewilligungspflicht. Für Neubauten werden die Mieten aufgrund der Anlagekosten berechnet. Übersetzte Kosten werden nicht berücksichtigt.

4Ungerechtfertigte Kündigungen des Vermieters werden aufgehoben. Gerechtfertigte Kündigungen, die für den Mieter eine Härte bedeuten, können aufgeschoben oder aufgehoben werden. Diese Bestimmungen gelten auch bei Verkauf, Umbau oder Abbruch des Mietobjekts. Einen besonderen Schutz geniessen Mieter, deren Wohnung als Stockwerk verkauft wird.

5Der Bund erlässt entsprechende Bestimmungen für Pacht- und für Baurechtsverhältnisse.

6Der Bund kann die Kantone für die Ausführung dieser Bestimmungen herbeiziehen.

Der französische Text dieser Initiative ist massgebend.

Art. 34septies Abs. 2

Aufgehoben

Chronologie

Unterschriften nach Kanton

Geodaten © swisstopo

KantonEingereichtGültig Ungültig Anteil an der Bevölkerung (%)
Zürich 10,251 0.92
Bern 36,913 3.74
Luzern 3,802 1.29
Uri 454 1.34
Schwyz 492 0.52
Obwalden 9 0.04
Nidwalden 59 0.22
Glarus 230 0.61
Zug 729 1.02
Freiburg 4,959 2.71
Solothurn 2,274 1.02
Basel-Stadt 9,105 4.01
Basel-Landschaft 2,738 1.3
Schaffhausen 423 0.59
Appenzell Ausserrhoden 177 0.37
Appenzell Innerrhoden 6 0.05
St. Gallen 2,213 0.57
Graubünden 497 0.31
Aargau 1,275 0.29
Thurgau 291 0.16
Tessin 1,431 0.56
Waadt 26,387 5.11
Wallis 2,800 1.33
Neuenburg 9,647 5.76
Genf 25,028 7.37
Schweiz 143,394 142,190 1,204 2.25

Bevölkerungsschätzungen: Bundesamt für Statistik / HSSO

Volksabstimmung vom 25. September 1977

Volksinitiative: Die Vorlage wurde abgelehnt (Ja 42.24% / Nein 55.33%)

Anmerkung: Stimmen ohne Antwort Initiative: 45'811, Gegenvorschlag: 164'024.

Ergebnisse nach Kanton

Geodaten © swisstopo

KantonJa-Anteil (%) Ja-StimmenNein-Stimmen Stimmbeteiligung (%)
Zürich 43.94 156,124 193,152 54.06
Bern 43.29 128,575 160,305 48.18
Luzern 35.86 37,143 63,666 62.24
Uri 37.67 4,352 6,829 58.05
Schwyz 22.47 6,689 22,220 56.38
Obwalden 20.73 1,835 6,736 61.79
Nidwalden 27.43 2,898 7,414 62.35
Glarus 31.52 3,119 6,390 46.36
Zug 38.4 9,804 14,909 62.34
Freiburg 46.21 23,788 26,571 47.95
Solothurn 39.56 30,460 44,240 58.97
Basel-Stadt 55.26 35,926 27,523 47.1
Basel-Landschaft 41.59 27,596 37,326 52.28
Schaffhausen 40.69 11,927 16,267 74.76
Appenzell Ausserrhoden 30.31 4,539 9,945 52.07
Appenzell Innerrhoden 20.38 893 3,334 59.11
St. Gallen 34.79 41,298 73,959 54.18
Graubünden 31.74 13,760 27,493 46.64
Aargau 34.83 46,996 83,899 54.55
Thurgau 31.73 18,521 38,212 58.81
Tessin 48.5 35,046 35,689 52.26
Waadt 56.93 68,485 50,159 40.9
Wallis 31.61 19,553 40,324 52.84
Neuenburg 62.21 25,540 15,059 44.14
Genf 55.9 41,958 32,177 43.13
Schweiz 42.24 796,825 1,043,798 51.59

Gegenentwurf: Die Vorlage wurde abgelehnt (Ja 41.22% / Nein 50.08%)

Ergebnisse nach Kanton

Geodaten © swisstopo

KantonJa-Anteil (%) Ja-StimmenNein-Stimmen Stimmbeteiligung (%)
Zürich 45.36 161,179 167,615 54.06
Bern 40.53 120,363 150,798 48.18
Luzern 42.37 43,886 49,525 62.24
Uri 42.42 4,901 5,369 58.05
Schwyz 43.81 13,043 13,932 56.38
Obwalden 47.88 4,238 3,706 61.79
Nidwalden 53.4 5,643 4,143 62.35
Glarus 49.25 4,874 3,915 46.36
Zug 42.35 10,813 12,138 62.34
Freiburg 38.34 19,735 27,213 47.95
Solothurn 43.1 33,189 37,021 58.97
Basel-Stadt 36.14 23,494 35,742 47.1
Basel-Landschaft 44.29 29,390 31,333 52.28
Schaffhausen 43.24 12,676 12,359 74.76
Appenzell Ausserrhoden 46.56 6,972 6,307 52.07
Appenzell Innerrhoden 56.09 2,458 1,550 59.11
St. Gallen 47.85 56,808 50,932 54.18
Graubünden 50.45 21,868 16,603 46.64
Aargau 44.13 59,549 61,801 54.55
Thurgau 49.12 28,675 23,995 58.81
Tessin 42.73 30,878 36,249 52.26
Waadt 24.82 29,851 81,084 40.9
Wallis 41.37 25,588 30,203 52.84
Neuenburg 18.75 7,696 29,721 44.14
Genf 26.43 19,837 51,552 43.13
Schweiz 41.22 777,604 944,806 51.59

Eidgenössische Daten von der Bundeskanzlei über LINDAS

Kantonsbevölkerung vom Bundesamt für Statistik und der Historischen Statistik der Schweiz (HSSO)

Kantonale Register