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Eidgenössische Volksinitiative 'Wiedergutmachung für Verdingkinder und Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen (Wiedergutmachungsinitiative)'

Status
Erledigt
Ergebnis
↩️ Zurückgezogen
Unterschriftensammlung
2014-04-01 – 2015-10-01
Gültige Unterschriften
108,709
Empfehlung des Parlaments
❌ Ablehnung der Initiative, indirekter Gegenentwurf
Empfehlung des Bundesrats
❌ Ablehnung der Initiative, indirekter Gegenentwurf
Form
Eidg. Volksinitiative (Ausgearbeiteter Entwurf)
Verfassungsartikel
Art. 124a BV; UeBest. 196 Ziff. 12

Initiativtext

Die Bundesverfassung1   wird wie folgt geändert:

Art. 124a              Wiedergutmachung für die Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen

1 Bund und Kantone sorgen für die Wiedergutmachung des Unrechts, das insbesondere Heimkinder, Verdingkinder, administrativ versorgte, zwangssterilisierte oder zwangsadoptierte Personen sowie Fahrende aufgrund fürsorgerischer Zwangsmassnahmen oder Fremdplatzierungen erlitten haben.

2 Sie sorgen für eine unabhängige wissenschaftliche Aufarbeitung dieser Massnahmen und fördern die Diskussion darüber in der Öffentlichkeit.

Art. 1962 Ziff. 123               

12. Übergangsbestimmung zu Art. 124a (Wiedergutmachung für die Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen)    

1 Der Bund errichtet einen Fonds in der Höhe von 500 Millionen Franken für die Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen, die vor dem Jahre 1981 vorgenommen wurden.

2 Anspruchsberechtigt sind Menschen, die von solchen Massnahmen unmittelbar und schwer betroffen waren. Die Höhe der Wiedergutmachung richtet sich nach dem erlittenen Unrecht. Über die Ausrichtung der Leistungen entscheidet eine unabhängige Kommission.

3 Der Fonds wird zwanzig Jahre nach seiner Errichtung aufgelöst. Ein allfälliger Restbetrag wird den Einlegern anteilsmässig rückerstattet.


 SR 101

2 Der in der Initiative genannte Artikel 196 regelt die «Übergangsbestimmungen gemäss Bundesbeschluss vom 18. Dezember 1998 über die neue Bundesverfassung» (Sachüber-schrift von Art. 196). Die vorliegende Übergangsbestimmung ist in Artikel 197 aufzu-nehmen (Sachüberschrift von Art. 197: «Übergangsbestimmungen nach Annahme der Bundesverfassung vom 18. April 1999»).

3 Die endgültige Ziffer dieser Übergangsbestimmung wird nach der Volksabstimmung von der Bundeskanzlei festgelegt.

Chronologie

Unterschriften nach Kanton

Geodaten © swisstopo

KantonEingereichtGültig Ungültig Anteil an der Bevölkerung (%)
Zürich 36,665 36,622 43 2.53
Bern 13,818 13,795 23 1.37
Luzern 4,002 3,996 6 1.01
Uri 150 150 0 0.42
Schwyz 998 998 0 0.65
Obwalden 196 196 0 0.53
Nidwalden 299 299 0 0.71
Glarus 286 286 0 0.72
Zug 840 812 28 0.68
Freiburg 2,670 2,627 43 0.87
Solothurn 3,732 3,711 21 1.41
Basel-Stadt 6,099 6,094 5 3.2
Basel-Landschaft 5,559 5,523 36 1.96
Schaffhausen 1,031 1,029 2 1.3
Appenzell Ausserrhoden 600 596 4 1.1
Appenzell Innerrhoden 88 88 0 0.56
St. Gallen 5,079 5,045 34 1.02
Graubünden 1,818 1,808 10 0.92
Aargau 7,741 7,719 22 1.2
Thurgau 2,393 2,386 7 0.9
Tessin 873 858 15 0.24
Waadt 9,905 9,393 512 1.23
Wallis 1,685 1,628 57 0.49
Neuenburg 1,295 1,266 29 0.71
Genf 1,433 1,397 36 0.29
Jura 405 387 18 0.53
Schweiz 109,660 108,709 951 1.32

Bevölkerungsschätzungen: Bundesamt für Statistik / HSSO

Eidgenössische Daten von der Bundeskanzlei über LINDAS

Kantonsbevölkerung vom Bundesamt für Statistik und der Historischen Statistik der Schweiz (HSSO)

Kantonale Register